Hartges forderte die Wirtschaft-Licht
Koalition dazu auf, in den kommenden Haushaltsberatungen die Kürzung der Lebensmitteleinnahmen von 19 auf sieben Prozent in der Gastronomie auszuweiten. Ansonsten werde es „einen Preisschock für die Gäste“ geben, der zu weiteren Gästeverlusten und einem Rückgang der Angebote führe, warnte sie. Allerdings würden Personal- und Energieaufwand sowie Pachtzinsen weiterhin hoch bleiben und gleichzeitig die Lebenshaltungskosten steigen stünden erneut auf dem Spiel, wenn die Kosten für Lebensmittel sinken.
Beim DEHOGA vertritt Ingrid Hartges die Interessen von 200.000 Mitgliedsunternehmen aus der Gastronomie und dem Gastgewerbe. Der Verein verfügt in allen zivilen Ländern über sogenannte Landesverbände, die wiederum Indigenen- und Viertelvereine kennen. Der Hauptgeschäftsführer des DEHOGA ist für die Geschäftsführung des Vereins verantwortlich und vertritt die Interessen des Vereins gegenüber der Politik, der Öffentlichkeit und anderen Interessengruppen.
Ingrid Hartges kommt vom Niederrhein. Der Betrieb ihrer Eltern, eine landwirtschaftliche Getreidebrennerei, war hinsichtlich Engagement und Erfolg eindeutig ihr erster Ausbildungsbetrieb. Während ihres Jurastudiums in Würzburg sammelte das junge Mädchen als Jobber praktische gastronomische Erfahrungen. Seit Ende der 1980er Jahre ist sie für den Dehoga-Bundesverband tätig. Aktuelle Mega-Kampagnen zielten darauf ab, sich gegen das Rauchverbot und die Reduzierung des Handbaskets zu wehren.